Das Angeln auf Dorsch

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Dorsche laichen im Frühjahr bei Wassertemperatur um 5oC. Pro Rogner werden bis zu 5 Millionen Eier abgegeben. Die Eier bleiben an der Oberfläche, auch die Larven und Jungfische leben zunächst planktisch, gehen dann im Alter von etwa 4 bis 5 Monaten aber zum Bodenleben in seichtem Wasser über, wo sie nach Pierwürmern und Kleintieren suchen. Ältere Dorsche bleiben stationär in Küstennähe oder ziehen in Schwärmen  auf Laich- und Nahrungswanderungen.

Der Dorsch wird von Oktober bis Ende März gefangen. Als Köder eignen sich beim Dorsch-Angeln von Land aus der lange Schwarze Wattwurm (der kleinere Rote Wattwurm ist zu kurz und verendet relativ schnell am Haken), der Seeringelwurm, Tintenfischöder und Butterkrebs. Beim Angeln von Boot aus kommen auch Muschel – und Fischfetzen (Aal und Makrele) infrage.

Beim Dorsch-Angeln von Land aus hat man die besten Chancen, dort wo man tieferes Wasser erreichen kann – z.B. auf Molen oder in Hafennähe.  Sind trotzdem weite Würfe notwendig, benutzt man Einzelhakenmontagen, ansonsten Paternoster mit 2 bis 3 Haken.

Vom Boot aus hat man sowohl in Häfen und Flussmündungen, als auch in Küstennähe  die besten Fangergebnisse mit dem Pilker. Hängt man an diesen bis zu 750g schweren Kunstköder zusätzlich noch Makrelenfetzen in den Endringling,   dann lässt sich der Fangerfolg noch erheblich steigern. In Häfen und Flussmündungen benutzt eine bis zu 3m lange Pilkrute mit Stationärrolle, vor der Küste kann wird man einer Bootsrute mit kleiner bis mittlerer Multirolle den Vorzug geben. Statt Paternoster wird in tiefem Wasser als Bootsangel-System in  auch gern ein Flying-Collar verwendet. Dieses etwas ausgefallene  Spieren-Modell hat einen Ausleger von bis zu 30cm. Damit ist das Hakenvorfach weit genug von der Schnur entfernt und  der Bisserfolg fast garantiert.

Beim Angeln auf Dorsch wie beim Meeresangeln generell braucht man eine robuste und vor allem völlig korrosionsbeständige Ausrüstung; das gilt nicht nur für Rute und Rolle, sondern grundsätzlich für alle Teile, die dem aggressiven Salzwasser ausgesetzt sind. Da sind schnell einmal 1.000€ und mehr an Grundausrüstung zusammen. Wer nur gelegentlich oder zum ersten Mal  an der Küste angelt, der sich stattdessen eine Ausrüstung leihen. All inklusive-Tages-Ausfahrten mit dem Fischkutter oder Halbtages-Touren mit kleineren Speedbooten werden vor allem von Fehmarn, Hiddensee und Rügen aus angeboten. Ohnehin kennen die einheimischen Skipper die besten Fangplätze, wo, wann und mit welchem Gerät man Dorsche fängt. Und wer bringt schon als Landratte sein eigenes Boot mit zum Anglerurlaub an der Ostsee.

Weitere Informationen zu Fischarten findet man auf www.angeln-alex.de

Gastartikel von Claudia Wartmann

Passend auch zum Thema sind unsere Angelmontagen auf Dorsch.


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