Angellexikon

A - D

Aal

Der Europäische Aal (Anguilla anguilla) ist eine Art der Flussaale und in ganz Europa, Kleinasien und Nordafrika beheimatet. Er hat einen schlangenförmigen, langgestreckten, drehrunden Körper. Die Rücken-, Schwanz- und Afterflosse bilden einen durchgängigen Flossensaum. In der dicken Haut sind sehr kleine Rundschuppen eingebettet. Der europäische Aal hat ein oberständiges Maul, das heißt der Unterkiefer ist etwas länger als der Oberkiefer. Die Färbung der Oberseite kann zwischen schwarz und dunkelgrün, die der Unterseite zwischen gelb (junger, sog. Gelbaal) und weiß (erwachsener, sog. Blankaal) variieren.  Erwachsene Weibchen können bis zu 150 cm lang und 6 kg schwer werden, Männchen erreichen nur 60 cm Länge. Solche Größen werden aber extrem selten erreicht, und schon ein Weibchen von einem Meter Länge ist ausgesprochen groß. Vom Amerikanischen Aal ist der Europäische Aal äußerlich kaum zu unterscheiden.

 

Angelhaken

Der Angelhaken ist ein wichtiger Bestandteil bei der Angelfischerei.

Er dient zum einen zur Befestigung des Angelköders, sowie um einen gefangenen Fisch an der Schnur zu halten. Angelhaken gibt es in vielen verschiedenen Formen und Größen zu kaufen. Die Teile des Hakens werden Kopf, Schenkel, Bogen, Spitze und ggf. Widerhaken genannt. Angelhaken sind meist aus Metall, beim Spinnfischen ist zwischen Öse/Plättchen (welche zur Halterung der Angelschnur, ggf. Vorfach dienen) eine Bleikugel oder Bleigewicht in verschiedenen Formen, die kontrollieren, wie der Köder nachher im Wasser steht.

Bachforelle

Die Bachforelle (Salmo trutta fario) ist ein zu den Salmoniden zählender Raubfisch. Sie wird auch Flussforelle, Bergforelle oder Fario genannt. Kleinwüchsige Bachforellen in nahrungsarmen Gewässern werden als Steinforelle bezeichnet. Bachforellen werden je nach Nahrungsangebot 20 bis 80 Zentimeter lang. Ihr Rücken ist oliv-schwarzbraun und silbrig blau, bauchwärts treten rote Flecken mit hellem Rand auf, die Bauchseite ist weißgelb. Die Bachforelle erreicht in der Regel ein Gewicht von bis zu zwei Kilogramm. Bachforellen können bis zu 18 Jahre alt werden.

Barbe

Die Barbe, auch Flussbarbe, Barbel oder Pigge (Barbus barbus) genannt, ist ein europäischer Süßwasserfisch aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae), und Namensgeber der Unterfamilie Barben (Barbinae). Sie war im Jahr 2003 in Deutschland Fisch des Jahres.

Barsch

Die echten Barsche (Percidae, Gr.: perke = Barsch) sind eine Familie aus der Ordnung der Barschartigen (Perciformes). Die Tiere bewohnen Süßgewässer auf der gesamten Nordhalbkugel. Teilweise dringen sie auch ins Brackwasser vor, z. B. in die Ostsee. Europäische Arten sind u. a. der Flussbarsch (Perca fluviatilis), der Kaulbarsch (Gymnocephalus cernuus), der Zander (Sander lucioperca) und der Streber (Zingel streber).

Blinker

Ein Blinker ist ein meist ovaler Kunstköder aus Metall, der zum Angeln auf Raubfische benutzt wird.

Der glänzende Metallkörper ist auf der flachen Seite leicht eingedellt, was dazu führt, dass er beim Zug durch das Wasser in torkelnde Bewegungen versetzt wird und so kleine kränkelnde Fischchen imitiert, welche für Raubfische eine attraktive Beute darstellen. Oft sind Blinker mit bunten Federn oder Plastikanhängen verziert, um ihre Anziehungskraft und somit die Fängigkeit zu steigern. Der Vorteil von Blinkern im Vergleich zu ähnlichen Kunstködern wie Spinnern oder Wobblern, besteht darin, dass sie auch vertikal unter der Rutenspitze geführt werden können. So ist es möglich auch in anspruchsvollen Gewässern mit wenig Freiraum zum Werfen, gezielt tiefe Stellen oder andere Hot Spots abzufischen. Mit Blinkern fängt man meist Hechte oder Barsche, aber natürlich können auch andere Raubfische damit gefangen werden.

Brassen

Die Brassen (Abramis) bilden eine Gattung der Karpfenfische (Cyprinidae). Sie kommen in eurasiatischen Süßgewässern vor. Ihr Körper ist 30 bis 50 Zentimeter lang, seitlich abgeplattet und mit hohem Rücken. Zu ihnen gehören die Brachsen (Abramis brama, u. a. auch als Brasse oder Blei bekannt) und die Zobel (Abramis sapa). Von einigen Autoren wird auch die Zope (Abramis ballerus) zu dieser Gattung gerechnet. Brassen werden regional als Speisefisch gefangen, sind aber wegen ihrer zahlreichen Gräten nicht sehr geschätzt (siehe Weißfische).

Die Süßwasserbrassen sind nicht mit den zu den Barschartigen gehörenden Meerbrassen und Seebrassen verwandt.

Dorsch

Die Dorsche (Gadidae) sind eine Familie der Knochenfische. Sie gehören zur Ordnung der Dorschartigen (Gadiformes). Zu ihnen gehören viele wichtige Speisefische. Die meisten Arten finden sich zirkumpolar und in gemäßigt warmen Gewässern auf der Nordhalbkugel der Erde. Die meisten Arten bevorzugen Bodennähe und ernähren sich von Fischen und Wirbellosen. Mehrere Arten bilden Schwärme.

Drill

Der Ausdruck Drill bezeichnet in der Fischerei, den Kampf mit dem Fisch an der Angelschnur bis zur Ermüdung des Fisches.

Drop-Shot-Angeln

Drop-Shot-Angeln ist eine relativ neue Methode zum Raubfischfangen. Die Drop-Shot Montage und das Angeln mit Drop-Shot auf Raubfische ist einfach und gut. Mit der Drop-Shot-Montage werden Hechte, Zander, Barsche und Forellen gefangen. Besonders in stark befischten Gewässern verspricht DS guten Erfolg, doch auch in Salzwasser beginnen einige Spezialisten mit der Drop-Shot-Fischerei.

Bei der Dropshot Montage befindet sich der Haken, ähnlich wie ein Ausleger, direkt auf dem Vorfach. Auf den Haken werden spezielle Drop-Shot Weichplastik-Köder montiert. Diese Köder geben feine Vibrationen ab und schwingen häufig selbst noch in der Stopp-Phase nach. Schon bei leichtem Zupfen beginnt der Drop Shot Köder zu spielen. Durch spezielles Drop-Shot-Blei lässt sich der Abstand zwischen Köder und Grund den jeweiligen Verhältnissen sehr genau anpassen, so ist die Gefahr von Hängern weitgehend ausgeschlossen. Der Köder kann extrem langsam geführt werden und ist dadurch sehr lange im Sichtbereich des Räubers. Den eigenwilligen Köderbewegungen und den feinen Vibrationen der Drop Shot Köder können Raubfische nur selten lange widerstehen. Die Drop-Shot-Köder werden oft in voller Länge verschluckt.

Die Angelmontage ist einfach. An einem rund 150 Zentimeter langen Vorfach wird ein spezieller Drop-Shot Haken mittels PALOMAR-Knoten gebunden, so dass der Haken in einem Winkel von etwa 90 Grad Winkel zum Vorfach absteht. Auf den Drop-Shot-Haken kommt nun ein Drop-Shot-Gummiköder. Den Abschluss bildet ein spezielles Drop-Shot-Blei, das durch einen Klemmmechanismus verstellt werden kann. Damit stellt man den Abstand zum Köder ein.

Die Köderführung erfolgt im absoluten Zeitlupentempo. Nach dem Auswerfen des Drop-Shot-Köders (Ufer + Boot) lässt man die „Drop-Shot-Montage“ auf den Grund sinken.

Anschließend erfolgt das Zupfen, bei dem der Köder angehoben und anschließend wieder auf den Grund abgelassen wird. Im Gegensatz zum herkömmlichen Angeln mit Kunstködern, erfolgt das Einholen extrem langsam und mit kleinsten Zupfern. Zwischen den einzelnen Zupfern sind etwa 5 Sekunden Stillstand nötig. Es ist zu beachten, dass auch in der Stillstandsphase die Angelschnur auf Spannung gehalten werden muss. Nur dann beginnt der Drop-Shot-Köder mit seinem typischen „DS“ Spiel und gibt seine Mikroschwingungen ab!

Beim Drop-Shot-Fischen befindet sich der Haken im vorderen Bereich des Köders. In aller Regel saugen Raubfische aller Art den DS- Köder aufgrund seiner besonders passiven Bewegung restlos ein. Bei dieser Angelmethode erfolgt kein klassischer Anschlag, wie bzw. beim normalen Spinnfischen mit Wobbler, Gummifisch und Co. Stattdessen wird die Rutenspitze nur leicht angehoben, und man beschleunigt mit drei-vier Kurbelumdrehungen. Dieses genügt, um den Haken sicher fassen zu lassen.

Döbel

Der Döbel (Leuciscus cephalus), auch Alet, Eitel oder Aitel (letzteres vor allem in Bayern: „das Aitel“), ist eine Fischart aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae). Zu dieser Fischgruppe gehören etwa 1500 Arten.

E-H

Elritze

Die Elritze (Phoxinus phoxinus), auch Bitterfisch, Maipiere oder Pfrille genannt, ist ein Kleinfisch aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae). Der wissenschaftliche Name geht zurück auf ein “spitzer” Flussfisch.

Feederfischen

Das Feederfischen ist eine Angelmethode, die meistens für den Fang von Weißfischen betrieben wird, manchmal erbeutet man so aber auch kleinere Raubfische, wie Wels, Zander, Hecht, (…) die sich noch von kleinen Wasserbewohnern ernähren, und so Maden auch noch in ihr Beuteschema mit einbeziehen.

Sie verbindet die ursprüngliche Grundmontage mit einem Weg, das Grundfutter unmittelbar zum eigentlichen Köder, der auf dem Haken sitzt, zu bringen. Das wird durch die Verwendung eines Futterkorbes erreicht. Das Futter verteilt sich nach dem Einwerfen der Montage am Boden und lockt so die Fische in die Nähe des Hakenköders, um diesen schneller zu entdecken.

Für das Feederfischen empfiehlt es sich, eine spezielle Rute (Feederrute) mit einer feinen Spitze und starkem Rückgrat und geflochtene Schnur (wegen der geringeren Dehnung) zu verwenden, da sich der Biss des Fisches ausschließlich durch die Straffung der Hauptschnur und durch das „Zucken“ der Rutenspitze bemerkbar macht. Das starke Rückgrat ist die Voraussetzung, um die schweren Futterkörbe werfen zu können. Selbst unbeschwerte Futterkörbe haben allein durch ihre Füllung mit Grundfutter ein recht hohes Gewicht. Die feine Spitze ist für die Bisserkennung wichtig. Zu feine Spitzen sind aber windanfällig und werden von zu starkem Strömungsdruck auf die Schnur so stark gekrümmt, dass eine Bissanzeige nicht mehr möglich ist. Daher besitzen Feederruten gewöhnlich verschieden starke Wechselspitzen, um die Rute den Wetter- und Gewässerverhältnissen anzupassen. Die Angelgerätehersteller haben sich bereits seit einigen Jahren intensiv mit dieser Methode befasst und entsprechende Geräte entwickelt. Inzwischen gibt es im Fachhandel eine enorme Bandbreite an Feederruten.

Feederrute

Eine Feederrute ist eine Angelrute welche hauptsächlich zum Feederfischen eingesetzt wird.

Feederruten sind Ruten mit einem eher kräftigen Rutenblank und (sehr) feinen Spitzen aus Glas- oder Kohlefaser, welche ausgetauscht werden können. Der kräftige Blank wird zum Werfen der mitunter sehr schweren Futterkörbe (bis zu ca. 250g) benötigt, die feine Spitze dient der Bisserkennung. Beim Feedern wird die Montage auf Grund gelegt und die Schnur gestrafft. Beißt nun ein Fisch, so erkennt man dies durch ein Zittern oder Rucken der Spitze in Schnurrichtung (90°-Winkel zwischen Schnur und Spitze erforderlich). Da eine zu feine Spitze auch durch Wind oder Strömung bewegt wird und eine Bissanzeige dadurch unmöglich ist, gibt es zu jeder Rute verschieden starke Wechselspitzen, mit welchen die Rute den Wetter- und Gewässerverhältnissen angepasst werden kann. Man unterscheidet Light- und Heavy- Feederruten. Erstere sind für den Einsatz in Seen bzw. im Uferbereich gedacht und besitzen ein geringes Wurfgewicht sowie eine durchgehende Aktion (Biegekurve). Zweitere eignen sich hauptsächlich für strömende Gewässer bzw. die Fischerei auf große Distanz. Ihre Aktion ist daher eher steif bzw. stabil.

Fliegenfischen

Das Fliegenfischen ist eine aktive Art des Angelns. Nachdem der Zielfisch ausgemacht ist, erfolgt die Präsentation des Köders mit der Fliegenrute, Fliegenrolle und spezieller Fliegenschnur. Zielfische sind meistens Salmoniden wie z.B. Forelle und Äsche. Der Unterschied zu den anderen Angelmethoden liegt darin, dass hier kein zusätzliches Gewicht benötigt wird, um den Köder auszuwerfen. Das Wurfgewicht wird einzig durch die Fliegenschnur erreicht. Durch spezielle Wurftechniken gelingt es so, auch völlig unbeschwerte Fliegen auf Distanz zu bringen. Der Köder imitiert die natürliche Nahrung der Fische, wie zum Beispiel Insekten. Die meistbenutzten Köder sind Trockenfliege, Nassfliege, Streamer und Nymphe. Fliegen sind etwa 0,6 bis 3 cm groß und bestehen aus Federn, Tierhaaren und immer häufiger aus künstlichen Materialien. Hier wird unterschieden zwischen Trocken- und Nassfliegen. Trockenfliegen schwimmen auf der Wasseroberfläche, Nassfliegen schwimmen im Film der Wasseroberfläche oder direkt im Wasser. Streamer sind größer als Fliegen (bis zu etwa 20 cm), sie imitieren in der Regel kleine Fische und werden meistens unter der Wasseroberfläche angeboten. Nymphen werden nur unter Wasser angeboten, sie imitieren Insektenlarven oder zur Wasseroberfläche aufsteigende Insekten.

Flunder

Die Flunder (Platichthys flesus) ist ein Plattfisch aus den Küstengewässern Europas. Sie lebt im Weißen Meer, entlang der Küste Norwegens, in Nord- und Ostsee, rund um die Britischen Inseln, in der Biskaya, an der Küste der Iberischen Halbinsel und die nördliche Mittelmeerküste entlang bis zur Ägäis. Außerdem kommt sie im Schwarzen Meer und an der Atlantikküste Marokkos vor. Die Flunder bevorzugt Brackwasser und verträgt auch Süßwasser. Bevorzugt hält sie sich in Flussmündungen, Fjorden und Buchten auf. Einige Exemplare wandern weit die Flüsse hinauf.

Forelle

Die Forelle (Salmo trutta) ist eine Fischart aus der Gattung Salmo in der Familie der Lachsfische (Salmonidae). Sie kommt im Atlantik, in der Nord- und Ostsee, von Spanien bis Island und Westrussland vor, sowie in vielen angrenzenden Flüssen und Seen Europas. Vom Menschen wurde die Art zudem im Rest Europas, in Nord- und Südamerika, Afrika, Südasien und Australien eingeführt. Nach der Lebensweise werden drei Formen unterschieden: die anadrom wandernde Meerforelle sowie die zeitlebens im Süßwasser verbleibenden Formen der Seeforelle und Bachforelle. Forellen sind beliebte Sportfische, Meerforellen werden auch mit Treibnetzen bejagt oder als Beifang wirtschaftlich genutzt.

Gaff

Das Gaff ist ein Haken an einem langen Stiel, mit dem große Fische aus dem Wasser gehoben werden. Das Gaff wird vor allem beim Hochseeangeln und beim Eisangeln eingesetzt, wenn der Fisch zu groß und schwer für einen Kescher ist.

Korrekt verwendet man es, indem man den Haken unter die Kiemendeckel des Fisches schiebt und den Fisch so ohne äußerliche Verletzungen aus dem Gewässer zieht. Das Einschlagen des Hakens in die Flanke des Fisches ist abzulehnen. Ein derart verletzter Fisch müsste auch bei Untermaß getötet werden, und es widerspricht dem ethischen Anspruch sowie dem Tierschutz, Fischen unnötiges Leid zuzufügen. Beim Angeln ist ein Kescher als Landungsinstrument dem Gaff vorzuziehen.

Gründling

Der Gründling (Gobio gobio) ist ein gesellig lebender Karpfenfisch, der in West- und Nordeuropa verbreitet ist und in schnell fließenden aber auch stehenden Gewässern mit kiesigem oder sandigem Grund und Pflanzenbewuchs vorkommt. Gründlinge werden etwa 10 cm, selten über 15 cm groß.

Der gewöhnliche Gründling hat einen rundlichen Körper, einen relativ großen Kopf, ein unterständiges Maul und ein Paar tastempfindliche Barteln. Er lebt stets auf dem Grund des Wassers und ernährt sich von Insektenlarven, Weich- und Krebstieren.

Gummifisch

Der Gummifisch ist ein Angelköder, zum Spinnfischen auf Raubfische wie den Hecht oder den Zander, der meist aus Gummi oder Weichplastik hergestellt wird. Er hat meist die Form eines Fisches, der für den Zielfisch entsprechenden Futterfisch von der Form und Größe typisch ist. Gummifische gibt es in Formen von Aalen, Fischen, Krebsen oder Würmern. Der Gummifisch kann auch zum Drop-Shot Angeln verwendet werden. Hierzu benötigt man statt Jigköpfen aber Drop-Shot- oder Offset-Haken.

Güster

Der Güster (Blicca bjoerkna, Syn.: Abramis bjoerkna, Linnaeus, 1758), auch Blicke oder Halbbrasse genannt, zählt zu den Karpfenfischen.

Er lässt sich durch den großen Augendurchmesser leicht von Zobel und Blei (Brachse) unterscheiden. Die Ansätze von Brust und Bauchflosse sind bei ihm rötlich und beim Blei grau. Im Durchschnitt werden diese Fische 15 bis 20 Zentimeter lang. Kapitale Exemplare werden bis zu 36 Zentimeter lang und sind somit kleiner als der Blei. Im Gegensatz zum Blei kann der Güster sein Maul nicht vorstülpen. Seine große Afterflosse ist mit einem schwarzem Außenrand ausgestattet. Er zeigt nicht die goldene Färbung des Blei, sondern ist seitlich silbrig glänzend.

Sein Lebensraum sind stehende Gewässer und schwach strömende Flussabschnitte in Europa, bevorzugt in pflanzenreichen Uferbereichen. Er lebt in Schwärmen, wird als Speisefisch nicht geschätzt und gilt daher bei Fischern als Nahrungskonkurrent anderer Karpfenfische.

Hakenlöser

Der Hakenlöser ist ein Gerät zum Lösen der Angelhaken aus dem Fischmaul.

Aus Tierschutzgründen ist in Deutschland das Mitführen eines Hakenlösers beim Angeln vorgeschrieben. Mit dem Hakenlöser, einem dünnen Stab mit eingekerbtem Ende, kann der Angelhaken ergriffen, entgegen der Richtung des Eindringens geschoben und aus dem Fischmaul entfernt werden. Bei Fischen mit scharfen Zähnen empfiehlt sich die Verwendung einer Hakenlösezange, die insbesondere beim Angeln nach Hechten oder Meeresfischen benutzt wird, da hier die Haken besonders tief eindringen. Außerdem wird zusätzlich eine “Maulsperre” (Bild rechts), bei Hecht und Zander, verwendet. Weil diese Fische sehr scharfe Zähne und einen kräftigen Kiefer besitzen. Auch Arterien-Klemmzangen werden hierfür oft verwendet.

Allerdings gibt es im Gebiet der Hakenlöser neue Entwicklungen, welche nur noch ein Werkzeug erfordern und versprechen, den Haken lösen zu können, ohne den Fisch dabei zu berühren; wie zum Beispiel den sogenannten Larchy.

Hecht

Der Hecht (Esox lucius) ist ein einheimischer Raubfisch und gehört zur Familie der Hechte (Esocidae). Er ist in Europa weit verbreitet und wird auch als Speisefisch geschätzt, lässt sich wegen seiner Aggressivität allerdings schwer züchten.

Hering

Die Heringe (Clupeidae) sind eine Familie der Echten Knochenfische (Teleostei), die fast weltweit in allen Ozeanen zwischen 70° Nördlicher Breite und 60° Südlicher Breite, vor allem aber in den Tropen vorkommt. Etwa 57 Arten, wie zum Beispiel der einheimische Maifisch (Alosa alosa) oder die Tanganjikasee-Sardine (Limnothrissa miodon) leben in Süßgewässern. Vor allem die Arten des Kaspischen Meeres sind anadrome Wanderfische und wechseln zwischen Süß- und Brackwasser. Bekannteste Arten sind der Atlantische Hering (Clupea harengus), der namengebend für die Familie ist, sowie die Sardine (Sardina pilchardus).

Huchen

Der Huchen (Hucho hucho), auch Donaulachs oder Rotfisch aber auch ‘Donauzalm’ genannt, besiedelt die Äschen- und Barbenregion von Flüssen, vor allem der Donau und vieler ihrer Nebenflüsse wie Regen, Ilz, Enns, Drau, Lech, Mur, Mank, Melk, Traisen und Pielach. Der Huchen ist auch ein Speisefisch, allerdings ist er selten und stark vom Aussterben bedroht. Aus diesem Grund wurde er 2012 vom Österreichischen Naturschutzbund zum Fisch des Jahres gekürt.

Der Huchen hat einen langgestreckten, im Querschnitt fast runden Körper. Auf dem rotbraunen Rücken befinden sich zahlreiche dunkle Flecken in der Form eines X oder eines Halbmondes. Kleinere Fische ernähren sich von Larven der Wasserinsekten oder von ins Wasser gefallenen Insekten, die größeren Exemplare sind Raubfische und jagen vor allem Fische, aber auch andere kleine Wirbeltiere, wie im Wasser schwimmende Mäuse oder Entenküken. Huchen halten sich vor allem in tiefen Gumpen auf.

Dieser größte, ständig im Süßwasser lebende Lachsfisch laicht im April, wobei das Wasser dann eine Temperatur von 6–9 °C haben muss. Vor dem Laichen tritt der Huchen eine Wanderung gegen den Strom des Flusses an. Das Weibchen legt eine Grube im Kiesgrund des Flusses an, in die es dann die Eier ablaicht. Die Eizahl beträgt etwa 1000 Stück je kg Körpergewicht. 30–35 Tage nachdem das Männchen die Eier befruchtet hat, schlüpfen die Larven.

Bei den Huchen hat die Zucht eine große Bedeutung, da nur noch in sehr wenigen Gewässern die natürliche Vermehrung für den Arterhalt ausreichend ist. Dazu werden die Elterntiere kurz vor dem Laichen eingefangen, oder man hält sie in speziellen Becken. Wenn die Brut eine Größe von 4–10 cm erreicht hat, wird sie an geeigneten Stellen ausgesetzt.

I-K

Karausche

Die Karausche (Carassius carassius) ist eine Fischart aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae). Sie ist nah mit dem Giebel, der Stammform des Goldfischs verwandt. Andere Namen sind: Schneiderkarpfen, Bauernkarpfen, Steinkarpfen, Moorkarpfen, Gareisle, Guratsch, Burretschel und Kotbuckel.

Karpfen

Ursprünglich stammt der Karpfen aus Asien, die Römer brachten ihn nach Europa. Im Mittelalter wurden Karpfen zunehmend in Teichen gehalten – der Karpfen ist deswegen wesentlicher Bestandteil der Esskultur des Mittelalters. Der Besatz von Teichen mit Karpfen war teils eine Nebennutzung, weil die Teiche vor allem der Wasserrückhaltung dienten, um Mühlen anzutreiben. Wegen der umfangreichen christlichen Speisegebote, die an bis zu 150 Fastentagen keinen Verzehr von Fleisch erlaubten, entwickelte sich aber auch eine gezielte Teichwirtschaft, um Süßwasserfische für die Fastenzeit heranzuziehen.

Es ist nicht sicher, welche Faktoren dazu beigetragen haben, dass Karpfen nach dem Jahre 1000 auch in Zentral- und Westeuropa vorkamen. Die Klimaerwärmung in der Übergangsphase vom Früh- zum Hochmittelalter kann dazu beigetragen haben, dass sich diese Fischart natürlich ausbreitete. Der Ethnologe Brian Fagan hält es für wahrscheinlicher, dass Mönche und Nonnen diese Fischart gezielt einführten, um ihre Ernährung während der Fastenzeit abwechslungsreicher zu gestalten. Karpfen gedeihen auch in Wasser mit einem niedrigen Sauerstoffgehalt und sind daher prädestiniert für eine Zucht in flachen Teichen.

Einzelne Klöster und Adelige besaßen zum Teil sehr weitläufige Teichwirtschaften, in denen diese Fische für die Fastenzeit herangezogen wurden. Die Spuren dieser Teichanlagen prägen bis heute Teile der europäischen Landschaft und sind Indiz für die Bedeutung von Süßwasserfischen in der mittelalterlichen Ernährung. So finden sich beispielsweise in der Umgebung des Klosters Maulbronn noch die Spuren von rund einem Dutzend großer Fischteiche. Die 400 Quadratkilometer an Teichanlagen rund um das böhmische Třeboň, deren Anlage im Mittelalter begann, dienen bis heute der Karpfenzucht.

Kaulbarsch

Der Kaulbarsch (Gymnocephalus cernua) ist ein in mittel- und osteuropäischen Flüssen und der Ostsee verbreiteter Brack- und Süßwasserfisch aus der Familie der Echten Barsche (Percidae).

Kescher

Kescher (auch Käscher, Feumer) dienen der waidgerechten Entnahme von Fischen aus dem Gewässer. Sie dienen außerdem dem schonenden Fang von Fischen aus einem Aquarium.

Es gibt verschiedene Ausführungen, je nach Verwendungszweck und Fischart. Die Keschernetze bestehen meist aus Nylonmaterial in verschiedenen Maschenweiten. Kescher, die in der Aquaristik Verwendung finden, sind im Vergleich zu Angelkeschern sehr klein und feinmaschig. Engmaschig gewebte Netze aus weichem Material eignen sich besonders für Fische mit empfindlichen Barteln, wie sie etwa für Welse typisch sind.

Der Vorläufer der Kescher in der Aquaristik waren Fischfangglocken aus Glas. Im Griffstück der Glocke befand sich ein Loch, welches mit dem Daumen zugehalten wurde. Die Glocke wurde unter den Fisch geführt und das Loch freigegeben. Durch den Sog des Wassers wurde der Fisch in die Glocke gesaugt.

Knicklicht

Ein Leuchtstab (auch Knicklicht genannt) ist ein rein chemisches Leuchtmittel und beruht auf dem Prinzip der Chemolumineszenz. Er besteht aus einem durchsichtigen Kunststoffbehälter, in dem sich in getrennten Kammern zwei Flüssigkeiten befinden. Der Kunststoffbehälter ist mit einer Lösung unterschiedlicher Chemikalien gefüllt, wobei die Zusammensetzung dieser Flüssigkeit von der gewünschten Leuchtdauer und -farbe abhängig ist. Häufig werden Knicklichter auch im Bereich des Fischfangs eingesetzt, um auch bei Dunkelheit den Schwimmer oder die Spitze der Angelrute beobachten zu können.

L-O

Lachs

Lachse sind verschiedene mittelgroße Fische der Gattungen Salmo, Salmothymus und Oncorhynchus aus der Familie der Lachsfische (Salmonidae) innerhalb der Ordnung der Lachsartigen. Der atlantische Lachs (Salmo salar) und die pazifischen Lachse (Oncorhynchus) wandern ins Meer und kommen zum Laichen zurück in die Süßgewässer (Wanderfische), wobei sie beim Hochschwimmen zu ihren Laichplätzen im Oberlauf der Flüsse auch Hindernisse wie niedrigere Wasserfälle und Wehre, u. U. auch über Fischwege, überwinden. Sie müssen sich bei ihrer Wanderung vom Salz- zum Süßwasser auch physiologisch an die unterschiedlichen Salzkonzentrationen anpassen (Osmoregulation).

Lachsforelle

Lachsforelle oder auch Anke ist ein verbreiteter Verkaufsname für zwei verschiedene Arten von Forellenfischen, die durch das mit der Nahrung aufgenommene Carotinoid Astaxanthin ein an Lachs erinnerndes, leicht rötliches Fleisch besitzen. Ursprünglich wurden als Lachsforellen nur Meerforellen (Salmo trutta trutta) bezeichnet, deren Fleisch sich aufgrund ihrer aus Fischen, kleinen Krebsen und Garnelen bestehenden (und dadurch astaxanthinhaltigen) Nahrung rötlich färbt. Meerforellen wandern zwischen Meer und Flüssen.

Heute im Handel erhältliche Lachsforellen sind in der Regel gezüchtete, besonders große Regenbogenforellen (Oncorhynchus mykiss), deren Futter wie bei der Lachszucht mit Farbstoffen, zum Beispiel dem aus Algen gewonnenem Astaxanthin, versetzt wird. Regenbogen-Lachsforellen sind wegen ihrer Größe und Fütterung deutlich fettreicher (6 bis 10% Fett) als wildlebende Regenbogenforellen (2 bis 4% Fett), aber magerer als Zuchtlachse (15 bis 20% Fett) oder wildlebende Lachse (10 bis 14% Fett). Fänge bis ca. 8 kg sind keine Ausnahmen.

Laichzeit

Die Laichzeit ist die Zeit der Eiablage (Laichablage) bei Fischen und Amphibien. Bei den Fischen unterscheidet man zwischen Frühjahrslaichern (März bis Mai) wie z.B.

  • Hecht
  • Karpfen
  • Äschen

und Winterlaichern (Oktober bis Februar) wie z.B.

  • Bachforelle
  • Lachs
  • Quappe.

Meerforelle

Die Meerforelle (Salmo trutta trutta) zählt zu den Lachsfischen (Salmonidae) und gilt als die Stammform der Art Forelle (Salmo trutta). Weitere Namen sind: Ostseelachs (verkaufsfördernder Phantasiename), Strandlachs, Weißforelle, Trump, Silberlachs, Schwarzlachs, Möllitz, Breden, Sülberlaß. Früher wurde aufgrund ihrer Lebensweise für die Meerforelle auch der Begriff Lachsforelle verwendet. Heute bezieht sich dieser Begriff jedoch auf eine große Zuchtform der Regenbogenforelle (siehe Lachsforelle). Als Grönländer bezeichnet man Meerforellen, die zum ersten Mal zum Laichen aufsteigen, als Smolt Jungtiere die auf der ersten Reise ins Meer sind und als Parr die Jugendform mit der senkrechten Streifenzeichnung.

Die Durchschnittsgröße liegt bei 60 cm, Längen bis 130 cm und Gewichte bis zu 20 kg sind unter günstigen Lebensbedingungen möglich.

Markantes Merkmal ist der lang gestreckte torpedoförmige Körper. Die Seiten sind grausilbern und der Rücken graugrün. Der Bauch ist weiß. Wie alle Forellenartigen besitzt auch die Meerforelle eine Fettflosse.

Die Meerforelle ernährt sich hauptsächlich von Fischen, kleinen Krebsen und Garnelen.

Die Meerforelle kommt an den Küsten Europas vom Nordmeer bis zur Ostsee und Biskaya vor. Sie ist ein anadrom lebender Wanderfisch, der in seiner Lebensweise und seinem Verhalten dem atlantischen Lachs sehr ähnlich ist. Im Meer unternimmt sie ausgedehnte Wanderungen und steigt zum Laichen auch bis in kleine Flüsse auf. Die Ablaichung erfolgt im Winter auf kiesigem Untergrund in der Barben- und Äschenregion. Die Eier werden in Laichgruben abgelegt. Die Jungfische bleiben 1 bis 5 Jahre im Süßwasser und wandern dann ins Meer ab. Die „innere Uhr“ signalisiert den Fischen, wann sie den Rückweg ins Meer anzutreten haben. Bei dieser Wanderung können sie Strecken bis zu 40 km am Tag zurücklegen.

Laichbereite Fische während des Aufstiegs sind meist abgemagert und müssen viel Nahrung aufnehmen, um ihre Vitalität schnellstmöglich zu steigern. Nachdem der Laichvorgang beendet wurde, kehren die Fische zurück ins Meer. Massensterben nach dem Ablaichen, wie bei einigen Lachsarten üblich, bleiben aus. Zurück im Meer, legen die Fische erneut an Gewicht zu und verlieren ihr braunes Laichkleid.

Nase

Die Nase (Chondrostoma nasus), auch Näsling, Schnabel oder Blaunase genannt, gehört zur Familie der Karpfenfische (Cyprinidae).

Neunauge

Neunaugen (Petromyzontidae) sind kiementragende fischähnliche, stammesgeschichtlich sehr basale Vertreter der Wirbeltiere (Vertebrata). Seit 500 Millionen Jahren hat sich dieses lebende Fossil kaum verändert. Es hat einen aalartigen, langgestreckten Körper, der mit einem flossenartigen Rücken- und Schwanzsaum besetzt ist.

Neunaugen fanden und finden auch in der Küche Verwendung, wo sie als Lampreten ähnlich wie Aal zubereitet wurden. Dies ist durch die zahlreichen Schutzbestimmungen heute kaum mehr möglich. Alle Arten von Neunaugen befinden sich auf der Roten Liste.

Der Verband Deutscher Sportfischer, das Bundesamt für Naturschutz und der Verband Deutscher Sporttaucher haben die Familie der Neunaugen zum Fisch des Jahres 2012 gekürt, auch wenn sie laut zoologischer Taxonomie nicht zu den Reihen (Seria) der Fische gehören.

P-R

Petri Heil

Traditionell grüßen sich Angler mit Petri Heil!. Die entsprechende Antwort lautet dann Petri Dank!

Quappe

Die Quappe (Lota lota) ist ein Knochenfisch aus der Familie der Quappen (Lotinae). In der Erstbeschreibung von Linné wurde sie noch Gadus lota genannt, der Gattungsname Lota ist späteren Datums. Die Quappe ist der einzige Fisch aus der Ordnung der Dorschartigen, der im Süßwasser vorkommt. Sie gehört in Deutschland zu den stark gefährdeten Tierarten und unterliegt deshalb in vielen Bundesländern fischereilichen Schonbestimmungen. 2002 war die Quappe Fisch des Jahres.

Rapfen

Der Rapfen oder Schied (Aspius aspius) ist eine Fischart aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae). Zu dieser Fischgruppe gehören etwa 2.500 Arten.

Der bis 80 (max. 120) Zentimeter lange Rapfen ist sehr stromlinienförmig. Das zahnlose Maul ist oberständig, sehr groß und die Maulspalte reicht bis unter das Auge. Rapfen haben 137 Zwischenmuskelgräten. Sie sind deshalb keine begehrten Speisefische.

Während der Fisch in jungen Jahren als typischer Friedfisch lebt, ernährt er sich mit fortgeschrittenem Alter sehr räuberisch. Er ist damit, neben dem Döbel, der einzige zahnlose Räuber in unseren heimischen Gewässern, wenn man von den sogenannten Schlundzähnen der Friedfische einmal absieht.

Regenbogenforelle

Die Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss, früher: Salmo gairdneri und S. irideus) ist ein ursprünglich aus Nordamerika stammender Salmonide, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in England als Speisefisch für den Königshof gezüchtet und ab 1882 durch Hofer auch in Württemberg teichwirtschaftlich erzeugt wurde. Mangels naturschutzrechtlicher Einschränkungen wurde sie auch als Angelfisch in den freien Gewässern Europas eingebürgert und gehört heute zum ‚normalen‘ Fischbestand in vielen Bächen und Flüssen sowie in vielen Baggerseen.

Regenbogenforellen, die den Verbrauchern im abgewachsenen Alter auch als Lachsforellen angeboten werden, sind ausgezeichnete Speisefische, die in Teichwirtschaft gezüchtet werden. Sie eignen sich dazu etwas besser als andere heimische Forellenarten, zumal sie auch höhere Wassertemperaturen vertragen (bis 25 °C).

Rogner

Rogner bezeichnet bei Fischen das Weibchen, das den Laich, auch als Rogen bekannt, besitzt.

Rotauge

Das Rotauge (Rutilus rutilus), auch die Plötze oder der Schwal genannt, ist ein Fisch aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae).

Rotfeder

Die Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus), auch als Unechtes Rotauge, Rötel oder Rotblei bekannt, ist eine Fischart aus der Familie der Karpfenfische.

V-Z

Vorfach

Mit Vorfach bezeichnet man beim Angeln die Schnur vom Haken bis zur Hauptschnur. Seine Stärke ist normalerweise um 0,05 bis 0,1 mm geringer als die der Hauptschnur.

Die Idee, die hinter der Verwendung eines Vorfaches steht, ist einerseits bei einem Riss oder Durchbiss der Schnur nicht die gesamte Angelschnur neu herstellen zu müssen, sondern lediglich ein neues Vorfach in den Karabinerhaken des Wirbels einzuhängen. Andererseits wird so die Schnur unmittelbar am Köder für den Fisch unauffälliger gestaltet. Bspw. sind Karpfen sehr misstrauisch. Dem wird mit einem sehr unscheinbaren Vorfach begegnet, welches auf Grund gelegt den Köder für den Fisch nicht zur eigentlichen Hauptschnur zugehörig erscheinen lässt. Dadurch erklärt sich auch die stets dünnere Ausführung des Vorfaches im Vergleich zur Hauptschnur. Stahlvorfächer für den Raubfischfang sind jedoch einzig zur Vermeidung von Durchbiss gedacht. Zwar sind Raubfische weniger misstrauisch und mit geeigneter Reizung eher zum Biss zu verleiten, trotzdem können Stahlvorfächer zusätzlich durch das Einfädeln in einen Pflanzenhalm getarnt werden. Da Stahlvorfächer relativ empfindlich gegen Bruch sind und aktuelle Kunststoffschnüre bei geringem Durchmesser starke Belastungen vertragen, haben Stahlvorfächer keine so große Bedeutung mehr wie noch vor einigen Jahren.

Es gibt unterschiedliche Stärken der Vorfächer:

  • Monofilvorfach (normale Angelschnur)
  • Multifilvorfach (geflochtene Angelschnur)
  • Stahlvorfach (für Raubfische, zum Schutz vor Durchbiss, insbesondere beim Hechtfischen)
  • Schockvorfach (beim Meeresangeln)
  • Fliegenvorfach (beim Angeln mit künstlichen Fliegen).

Wels

Die Echten Welse (Siluridae) sind eine Fischfamilie, die in Süßgewässern in Osteuropa und in ganz Asien, mit Ausnahme Sibiriens und der Arabischen Halbinsel vorkommt. Zwei Arten, der europäische Wels (Silurus glanis) und der Aristoteleswels (Silurus aristotelis) leben in Europa.

Winkelpicker

Eine Feederrute ist eine Angelrute welche hauptsächlich zum Feederfischen eingesetzt wird.

Feederruten sind Ruten mit einem eher kräftigen Rutenblank und (sehr) feinen Spitzen aus Glas- oder Kohlefaser, welche ausgetauscht werden können. Der kräftige Blank wird zum Werfen der mitunter sehr schweren Futterkörbe (bis zu ca. 250g) benötigt, die feine Spitze dient der Bisserkennung. Beim Feedern wird die Montage auf Grund gelegt und die Schnur gestrafft. Beißt nun ein Fisch, so erkennt man dies durch ein Zittern oder Rucken der Spitze in Schnurrichtung (90°-Winkel zwischen Schnur und Spitze erforderlich). Da eine zu feine Spitze auch durch Wind oder Strömung bewegt wird und eine Bissanzeige dadurch unmöglich ist, gibt es zu jeder Rute verschieden starke Wechselspitzen, mit welchen die Rute den Wetter- und Gewässerverhältnissen angepasst werden kann. Man unterscheidet Light- und Heavy- Feederruten. Erstere sind für den Einsatz in Seen bzw. im Uferbereich gedacht und besitzen ein geringes Wurfgewicht sowie eine durchgehende Aktion (Biegekurve). Zweitere eignen sich hauptsächlich für strömende Gewässer bzw. die Fischerei auf große Distanz. Ihre Aktion ist daher eher steif bzw. stabil.

Wirbel

Im Bereich des Fischfangs bilden Wirbel einen wichtigen Teil der Ausstattung einer Angelrute. Sie werden üblicherweise als Bindeglied zwischen Hauptschnur und Vorfach eingesetzt.

Wobbler

Ein Wobbler ist ein künstlicher Köder, der für das Angeln von Raubfischen verwendet wird und das erste Mal von Sir Max Bloomerich im Jahr 1884 hergestellt wurde. Der Köder führt beim Einholen taumelnde Bewegungen aus und soll einen kranken, geschwächten Fisch imitieren. Für den Erfolg entscheidend ist hier auch die richtige Führung des Kunstköders. Eine besondere Form der Wobbler stellen Popper dar.

Wurfgewicht

Das Wurfgewicht einer Angelrute ist eine wichtige Kenngröße, welche die sinnvollen Grenzbereiche einer Gewichtsbelastung durch leichte oder schwere Köder und Montagen beschreibt.

Zander

Der Zander (Sander lucioperca, Syn.: Stizostedion lucioperca, Lucioperca sandra), auch Sander, Schill, Hechtbarsch, Zahnmaul oder Fogasch genannt, gehört zur Familie der Barsche (Percidae). Er ist der größte im Süßwasser lebende Barschartige Europas. Er lebt in Europa vom Stromgebiet des Rhein bis zum Ural und in Westasien in der nordwestlichen Türkei und rund um das Kaspische Meer. Zander kommen auch im Brackwasser der gesamten Ostsee vor. Sie fehlen im nördlichen Teil der skandinavischen Halbinsel, im äußersten Norden Russlands und in der südlichen Balkanhalbinsel. Nach Besatzmaßnahmen hat er sich auch in westeuropäischen Gewässern ausgebreitet. In Italien kommt er heute, zumindest im Po vor.

S-U

Saibling

Die Gattung Saibling gehört zur Familie der Lachsfische und weist die typische Fettflosse auf, die alle Salmoniden haben. Der Körperbau ist stromlinienförmig. Die Gattung zeichnet sich durch eine außerordentliche Vielfalt unter den einzelnen Arten aus, welche noch viel größer ist als bei anderen Lachsfischgattungen. Dadurch ist die Systematik der Saiblinge noch nicht abschließend festgelegt worden.

Salmoniden – Lachsfische

Die Familie der Lachsfische (Salmonidae), auch Salmoniden, Forellenfische oder Edelfische genannt, umfasst zahlreiche Gattungen und Arten beliebter Speisefische, wie Lachse, Forellen, Renken, Äschen. Sie ist die einzige Familie der Lachsartigen (Salmoniformes) und wird in die drei Unterfamilien Coregoninae, Salmoninae und Thymallinae unterteilt.

Sargblei

Das Sargblei dient beim Angeln zum Beschweren der Angelschnur. Seine typische flache und sechseckige Form wie die eines Sarges verleiht ihm den Namen.

Längs der flachen Form geht genau durch die Mitte ein Durchgangsloch für die Schnur. Das Sargblei wird in der Regel beim Grundangeln verwendet, um den Köder trotz Strömung und Auftrieb am Gewässergrund zu halten, seine flache Form verstärkt die Bodenhaftung bei starker Strömung. Dazu wird es in einer Entfernung von ca. 10–200 cm vom Haken auf die Schnur gefädelt. Es kann sowohl als Laufblei wie auch mit Hilfe zweier Schnurstopper als Festblei montiert werden. Angeboten wird es in Gewichten von ca. 10–500 Gramm.

Sbirolino

Der Sbirolino wurde, wie sein Name bereits vermuten lässt, in Italien entwickelt. Er kommt hauptsächlich beim Forellenangeln im zum Einsatz. An der Küste wird er aber z. B. auch beim Meerforellen Angeln verwendet. Er dient eigentlich dazu leichte Köder weit hinaus werfen zu können und dabei trotzdem unauffällig zu bleiben. Er hat die altbekannte Wasserkugel weitgehend abgelöst.

Sbirolinos gibt es, je nach Einsatzgebiet und persönlichen Vorlieben, in verschiedenen Größen und Gewichten. Es gibt schwimmende, halb sinkende und sinkende Sbirolinos. Meist findet man auf ihnen zwei Gewichtsangaben – die erste Angabe bezieht sich auf das Wurfgewicht – die zweite Angabe sagt aus, wie schwer der Sbiro im Wasser ist (der Sbirolino wiegt in der Regel noch ca. ein fünftel im Wasser).

Durch seine aerodynamische Form fliegt er hervorragend durch die Luft. Mittlerweile gibt es auch Sbirolinos, welche die Form eines Dartpfeils haben und die alten Flugeigenschaften noch einmal toppen sollen.

Wir können also in verschiedenen Wassertiefen unauffällig angeln, weit hinaus werfen und das sogar mit leichten Ködern wie Fliegen, Maden oder Würmern.

Quelle: sbirolino.com

Schleie

Die Schleie (Tinca tinca), auch der Schlei genannt, gehört zu den Karpfenartigen (Cypriniformes) und lebt überwiegend am Grund langsam strömender oder stehender Gewässer.

Die Grundfarbe der Schleie ist dunkel oliv; eine rot-goldene Zuchtform („Goldschleie“) wird bisweilen in Zierteichen gehalten. Auffallend ist ein hoher Schwanzstiel mit gerade abschließender Schwanzflosse. Das Seitenlinienorgan verläuft fast waagerecht bis zur Schwanzwurzel. Die dicke Haut ist schleimig und mit kleinen Rundschuppen bedeckt. Diese Schleimhaut wirkt neuen Untersuchungen zufolge antibakteriell und pilzhemmend, sowohl für den Fisch selbst als auch für die Brut. Das endständige Maul ist vorstülpbar und mit zwei kurzen Barteln versehen.

Schneider

Der Schneider (Alburnoides bipunctatus), auch Alandblecke, Breitblecke ist ein Schwarmfisch, den man in stehenden aber auch schnell fließenden Gewässern findet. Jedoch scheint er schnell fließende Flüsse oder Bäche zu bevorzugen. Seine Körperlänge beträgt 10 bis 12 Zentimeter, es werden maximal 16 Zentimeter erreicht.

Ein Schneider kann allerdings auch der sein, der am Angeltag leer ausgegangen ist.

Schwimmer / Pose

Ein Schwimmer, auch Pose genannt, ist beim Angeln ein aus leichtem Kunststoff, Kork oder Holz gefertigter Schwimmkörper, welcher an der Angelschnur befestigt wird. Der Schwimmer erfüllt mehrere Zwecke.

Zum einen dient er als Bissanzeiger. Der Schwimmer ist für den Angler an der Wasseroberfläche sichtbar; beißt ein Fisch an und schwimmt mit dem Köder davon, bewegt sich zwangsläufig auch der Schwimmer und wird unter Umständen unter die Wasseroberfläche gezogen.

Ein weiterer Zweck eines Schwimmers ist das Einstellen des Köders für eine bestimmte Wassertiefe. Dies geschieht, indem der Schwimmer verschiebbar auf der Angelschnur angebracht wird, allerdings doch so fest, dass die Schnur nicht vom Köder durch den Schwimmer hindurch nach unten gezogen werden kann. Durch das Variieren der Entfernung des Schwimmers zum beköderten Angelhaken lässt sich leicht einstellen, ob der Köder im Freiwasser, über Grund schwebend oder auf dem Grund liegend angeboten wird. Nebenbei sieht man durch die Position des Schwimmers auch immer, wo sich der Köder befindet.

Schwimmer werden im Fachhandel in einer großen Farb- und Formenvielfalt angeboten. Je nach Ködergröße wählt man Posen mit hoher oder weniger hoher Tragkraft.

Seeforelle

Die Seeforelle (Salmo trutta lacustris) ist ein Fisch aus der Familie der Lachsfische. Genetisch ist sie dieselbe Fischart wie die Meerforelle und die Bachforelle.

Die Seeforelle ist auch unter den Namen Blauforelle, Goldlachs und Grundforelle bekannt.

Spinnfischen

Spinnfischen, auch Spinnen genannt (aus dem Englischen to spin – sinngemäß drehen, wirbeln, kreiseln) ist eine Art des Angelns, bei der überwiegend Kunstköder wie Blinker, Wobbler, Weichplastikköder (Twister und Shads) oder Spinner eingesetzt werden. Vibrationen und optische Reize beim Einholen der Köder verleiten Raubfische anzubeißen. Spinnfischen wird vom Boot oder vom Ufer aus praktiziert. Es ist eine Kunst für sich, den Köder richtig zu führen, ob man kurze Stops einlegt oder einfach schnell einholt. Bei dieser Methode wird in aller Regel nicht lange an einem Platz verharrt, sondern das Gewässer nach beißwilligen Fischen abgesucht.

Wobbler sind Fischimitate aus Balsaholz oder Kunststoff, die meistens mit einer so genannten Tauchschaufel versehen sind. Diese sorgt dafür, dass der Köder einerseits beim Einholen auf Tiefe geht, andererseits sorgen sie für die Bewegung des Köders und seine Stabilisation im Wasser. Der erste Wobbler wurde im Jahre 1936 vom finnischen Angler Lauri Rapala entwickelt. Rapala ist auch heute noch einer der führenden Wobbler-Hersteller.

  • Klassische Wobbler bestehen aus Balsaholz, sind zumeist schwimmend und werden meist gleichmäßig eingeholt. Sie finden auch beim Schleppfischen Verwendung.
  • Crankbaits sind üblicherweise etwas bauchige Wobbler aus Kunststoff, die Metallkugeln im Inneren haben. Die Kugeln erzeugen beim starken Vibrieren des Wobblers Geräusche, die gerade aggressive Fische anlocken und zum Biss verlocken sollen.
  • Twitchbaits sind etwas schlankere Wobbler, die zwar gleichmäßig eingeholt werden, aber zusätzlich mit kurzen Rutenschlägen leicht durchs Wasser geruckt werden, um einen kranken Beutefisch zu imitieren.
  • Swimbaits sind Woobler ohne Tauchschaufel. Sie bestehen aus mehreren beweglichen Segmenten die durch die Wasserverwirbelungen am „Kopf“ des Swimbaits in einer natürlich erscheinenden Schwimmbewegung durchs Wasser laufen.
  • Jerkbaits bilden eine sehr große Randgruppe im Bereich der Wobbler. Sie besitzen üblicherweise keine Tauchschaufel und müssen mit Bewegungen der Rute zum Leben erweckt werden.

Weitere Unterschiede gibt es in der Lauftiefe. Unterschieden werden Schwimmwobbler, Sinkwobbler und sogenannte Suspender. Diese Köder schweben bei Spinnstops in der Tiefe, in der sie gerade sind.

  • Gummiwobbler sind Hybride aus Wobbler und Gummifisch. Der Kopf besteht meistens aus Hartplastik und der hintere Teil aus Weichplastik oder Gummi. Diese Köder sind vermutlich die realistischste Nachbildung eines lebenden Beutefisches.

Steinbeißer

Der Steinbeißer (Cobitis taenia; im Deutschen auch Steinpicker oder Dorngrundel genannt) ist ein in Europa und Asien verbreiteter Süßwasserfisch. Er ist nach Anhang II der FFH-Richtlinie geschützt.

Stör

Die Störe (Acipenseridae) sind eine Familie großer bis sehr großer, primitiver Knochenfische. Sie leben in Europa, Nord- und Zentralasien und Nordamerika. Primär sind sie Meeresfische, die als anadrome Wanderfische zum Laichen in Süßgewässer aufsteigen. Die nordamerikanischen Schaufelstöre (Gattung Scaphirhynchus) und einige Populationen anderer Störarten, zum Beispiel des Sterlets (Acipenser ruthenus) und des nordamerikanischen See-Störs (Acipenser fulvescens), bleiben ständig im Süßwasser. Störe ernähren sich vor allem von wirbellosen Tieren, die beiden größten Arten als ausgewachsene Exemplare vor allem von Fischen.

Sie sind als Erzeuger von Kaviar bekannt, dem gereinigten und gesalzenen Rogen der Tiere.

Tiroler Hölzl

Ein Tiroler Hölzl ist ein Körper der zum Angeln verwendet wird, um den Köder zum Grund absinken zu lassen.

Das Tiroler Hölzl ist etwa 15 cm lang und hat an einem Ende ein Gewicht und am anderen Ende des Holzstabes oder luftgefüllten Kunststoffröhrchens eine Öse für die Angelschnur. Im Gegensatz zu einem einfachen Gewicht (beispielsweise Sargblei) hat das Tiroler Hölzl damit einen Auftrieb und liegt so nicht nur einfach am Gewässergrund, sondern steht aufrecht. Dadurch ist die Angelschnur am oberen Ende frei beweglich und das Gewicht kann auch bei extrem steinigen oder schlammigen Grund zum Einsatz kommen, ohne dass es zu Hängern kommt.

Ukelei

Der Ukelei (Alburnus alburnus, ehemals auch Cyprinus alburnus), auch Ablette, Laube oder Zwiebelfisch genannt, gehört zu der Unterfamilie Alburninae der karpfenartige Fischen (Cyprinidae). Er hat einen schlanken Körper mit seitlich abgeflachtem Schwanzstiel. Lauben werden 12 bis 15 Zentimeter lang, selten bis 25 Zentimeter. Das Maul ist stark oberständig (die Mundspalte ist steil nach oben gerichtet). Der Ukelei besitzt Schlundzähne, das heißt auf jedem Schlundknochen sitzen zwei Reihen Zähne, von denen die äußere Reihe zwei und die innere Reihe fünf Zähne trägt. Der Rücken zeigt eine grün-graue bzw. blau-grüne Farbe, Seiten und Bauch haben einen silbernen Glanz. Die Flossen sind etwas dunkler als der Rücken. Die Afterflosse liegt unmittelbar unter der Rückenflosse. Die Anzahl der Schuppen auf der Seitenlinie beträgt 45-54. Eine Besonderheit des Ukelei ist, dass die Schuppen sehr locker in der Haut sitzen und deshalb leicht verloren gehen. Zudem dienen Guaninkristalle der Schuppen der Herstellung von Perlenessenz (künstliche Perlen). Der Ukelei ernährt sich von Plankton und Insekten der Wasseroberfläche.

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